Archiv der Kategorie 'Jena'

Wut im Kopf – Ansatzpunkte zu einer Theorie des Wutbürgertums


Als Wutbürger werden Leute bezeichnet, von denen man lange Zeit nicht bemerkte, dass sie unzufrieden seien, sie gehen einem Stereotyp nach üblicherweise nicht auf die Straße, um für oder gegen etwas zu demonstrieren. Sie sind im Großen und Ganzen unauffällig, gehen einem geregelten, eben bürgerlichen Leben nach, es geht ihnen wirtschaftlich nicht schlecht, sie sind oft mit durchschnittlichen bis gehobenen Bildungsnachweisen ausgestattet. Dennoch, und dies fiel besonders im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Bahnhofsneubau in Stuttgart 2010/2011auf, regen sich diese Leute anscheinend urplötzlich intensiv über Dinge auf, engagieren sich sichtbar und mit einem gewissen Wahrnehmungszwang in der Öffentlichkeit, behaupten staatsbürgerliche Rechte und Privilegien, beziehungsweise fordern diese “zurück” und legen dabei eine Tendenz zur Rabiatheit an den Tag, die man von ihnen nicht erwartet hätte.

Patriotismus – Nein, danke!

Die Junge Union bekennt sich zum Patriotismus…

Zur Aufkleber-Kampagne „Patriotismus – Nein, Danke!“ der Grünen Jugend erklären der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder MdB, und die stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union, Dorothee Bär MdB:

„Die Grüne Jugend gibt sich mit dem Vertrieb von Anti-Patriotismus-Stickern anlässlich der Fußball-EM wieder einmal der Lächerlichkeit preis. Die Jugendorganisation wettert mit dem Artikel, der eine durchgestrichene Deutschland-Fahne zeigt und mit dem Schriftzug „Patriotismus – Nein, Danke!“ betitelt ist, gegen eine öffentliche Bekundung von Nationalgefühl und Heimatliebe. Die deutsche Flagge ist ein Symbol der nationalen Identität und die Beflaggung von öffentlichen und privaten Räumen besonders zur Fußball-EM Ausdruck der Verbundenheit zu unserem Vaterland.

Wir als Junge Union setzen uns für einen aufgeklärten Patriotismus in Deutschland ein, den wir bewusst und ausdrücklich von nationalistischem Gedankengut abgrenzen. Es gibt vielerlei Gründe, stolz auf unser Vaterland zu sein. Deutschland erfährt aus aller Welt Bewunderung für seine Errungenschaften, sei es in der Wirtschaft, der Kultur, im sozialen oder politischen Bereich. Wir sind erfolgreiches Exportland, die deutsche Innovationskraft ist weltberühmt und unsere Nationalmannschaft ein Beispiel für gelungene Integration. Patriotismus ist daher auch ein Ausdruck der Wertschätzung dessen, was unser Land und seine Bürger in den vergangenen Jahrzehnten erreicht haben.

Die Junge Union begrüßt daher ausdrücklich, dass die Menschen in Deutschland ihrem Nationalgefühl Ausdruck verleihen, insbesondere in Bezug auf die Unterstützung der deutschen Mannschaft bei der laufenden Europameisterschaft. Dazu gehört insbesondere die Verwendung unserer Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold.“

…und die „Villa am Paradies“ verdeutlicht, warum das scheiße ist:

via Katharina König

„Besatzung schmeckt bitter“

Ob sich Albrecht Schröter durch seine Wiederwahl zum Oberbürgermeister Jenas in seinem zivilgesellschaftlichen Engagement bestärkt sieht oder glaubt, dass er nach der Entscheidung keine Stimmen mehr zu verlieren hat und somit sagen kann, was man in Deutschland nicht aussprechen dürfe, bleibt fraglich. Klar ist, dass er den Aufruf „Besatzung schmeckt bitter“ von Pax Christi unterzeichnete und sich dafür einige Kritik (oder wie er es nennt: Verunglimpfung) einbrachte. Heute meldete sich der OB per Pressemitteilung zu Wort und erklärt in Grass’scher Manier, er sei kein Antisemit:
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Aufstand der Kleingärtner

Beim Kleingarten-Gipfel im Oberbürgermeister-Büro stand gestern eine Friendenstaube aus Bronze auf dem Tisch. „Ganz ohne Schmus“ wollte OB Albrecht Schröter den Vertretern des Kleingarten-Regionalverbandes ein paar Dinge sagen. Zum Beispiel, dass die „Kleingärten verlässlich zur Stadt Jena dazugehören“. Die Wogen waren in den letzten Wochen sehr hoch geschlagen. Von Kampf und Krieg war die Rede (diese Zeitung berichtete).

Kommenden Mittwoch ab 16.30 Uhr werden Kleingärtner und Bürger vorm und im Rathaus für den dauerhaften Erhalt ihrer Anlagen demonstrieren „Grün statt Beton“ lautet das Motto.

Quelle: OTZ

Szenestreit

„So, dann geht mal schön Soli-fressen bei McDreck, feiert weiter Nationalstaaten und vergesst ja nicht die ganze Scheiße hier in der Bahamas/Jungel World breit zu treten.“

Wer das Schauspiel verfolgen möchte, der klicke hier.

R.I.P. Emilé †

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann,
ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

Heike Seise for president

Heike Seise stellt sich zur Oberbürgermeisterwahl in Jena und will den momentan Machthaber, die Verkörperung der Zivilgesellschaft, zwar nicht vom Thron stoßen, aber endlich etwas entgegensetzen. Die Bundesvorsitzende ihrer selbst gegründeten Partei „Allianz für Bürgerrechte“ schließt thematisch an Sarrazin an, schafft es dabei aber sich von ihm zu distanzieren und darf deshalb auf die Unterstützung aller „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“– und „endlich spricht es mal einer aus“– Bürger hoffen.
Ihr genaues Programm kann man sich ruhig einmal zu Gemüte führen, wenn nichts Wichtigeres ansteht. Ich bin gespannt, auf wie viele Stimmen sie es schafft und unterstütze deshalb ihren auf Facebook verbreiteten Aufruf:
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Testspielplanung

Ein Testspiel gegen einen höherklassigen Gegner oder zumindest einen aus der gleichen Liga hat der FC Carl Zeiss in dieser Winterpause nicht geplant. Auch ein Trainingslager wird es nicht geben. Was wohl vor allem taktischen Überlegungen beziehungsweise den klammen Vereinskassen geschuldet ist, freut den gemeinen Fan nicht unbedingt. Zwei halbwegs interessante Gegner sollte es mit den Regionalligisten ZFC Meuselwitz und VFC Plauen dennoch geben. So weit, so gut. (mehr…)

„Jena, keine Nazi Stadt“

Man sollte sich den Text auf der Zunge zergehen lassen. Airconda fasst den Jenaischen Charakter unwahrscheinlich treffend zusammen, besser hätte ich es nicht sagen können.

Positiver Rassismus

Ich muss einfach noch einen hinterher schieben, weil es so ekelhaft ist.

Schaut mal, wie wenig wir in Jena mit Nazis zu tun haben (was an und für sich schon das Rock gegen Rechts zeigt), das ist der ultimative Beweis, es gibt sogar ein schwarzes Kind hier:

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