Archiv der Kategorie 'Fussball'

Dortmund

Mehr Infos zu Rico Malt hier.

Angriffe auf „Tatort Stadion 2″

Ich (der vermutlich als ‚weiß‘ und typisiert gelesene) verkneife mir jeden weiteren Kommentar und zitiere zwei Stellungnahmen:

Stellungnahme des Bündnisses „Siempre Antifascista“ Berlin, Organisator_in der Berliner Ausstellung Über die Ausstellung: Selbstdarstellung auf http://tatortstadion.blogsport.de/ueber … stadion-2/

2001 wurde die Ausstellung Tatort Stadion vom Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) entwickelt und seitdem an fast zweihundert Orten gezeigt. Die Ausstellung leistete Pionierarbeit, indem sie Diskriminierung beim Fußball thematisierte. Seitdem hat sich viel getan. Diskriminierung wird von vielen Vereinen und Fans mittlerweile als Problem wahrgenommen und angegangen. Dennoch werden in deutschen Stadien nach wie vor allwöchentlich AusländerInnen beschimpft, antisemitische und antiziganistische Gesänge angestimmt oder Homosexuelle verunglimpft. Frauen haben es im Männersport Fußball weiterhin schwer, akzeptiert zu werden. Die von BAFF komplett überarbeitete Ausstellung Tatort Stadion 2 will informieren – sowohl über alltägliche Diskriminierung und Aktivitäten von Neonazis als auch darüber, was Fans dagegen tun. Wie die Tafeln der Ausstellung aussehen, lässt sich hier betrachten. Neben solchen Schautafeln umfasst die Ausstellung – je nach den organisatorischen Bedingungen vor Ort – verschiedene Medien und Exponate.
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Patriotismus – Nein, danke!

Die Junge Union bekennt sich zum Patriotismus…

Zur Aufkleber-Kampagne „Patriotismus – Nein, Danke!“ der Grünen Jugend erklären der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder MdB, und die stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union, Dorothee Bär MdB:

„Die Grüne Jugend gibt sich mit dem Vertrieb von Anti-Patriotismus-Stickern anlässlich der Fußball-EM wieder einmal der Lächerlichkeit preis. Die Jugendorganisation wettert mit dem Artikel, der eine durchgestrichene Deutschland-Fahne zeigt und mit dem Schriftzug „Patriotismus – Nein, Danke!“ betitelt ist, gegen eine öffentliche Bekundung von Nationalgefühl und Heimatliebe. Die deutsche Flagge ist ein Symbol der nationalen Identität und die Beflaggung von öffentlichen und privaten Räumen besonders zur Fußball-EM Ausdruck der Verbundenheit zu unserem Vaterland.

Wir als Junge Union setzen uns für einen aufgeklärten Patriotismus in Deutschland ein, den wir bewusst und ausdrücklich von nationalistischem Gedankengut abgrenzen. Es gibt vielerlei Gründe, stolz auf unser Vaterland zu sein. Deutschland erfährt aus aller Welt Bewunderung für seine Errungenschaften, sei es in der Wirtschaft, der Kultur, im sozialen oder politischen Bereich. Wir sind erfolgreiches Exportland, die deutsche Innovationskraft ist weltberühmt und unsere Nationalmannschaft ein Beispiel für gelungene Integration. Patriotismus ist daher auch ein Ausdruck der Wertschätzung dessen, was unser Land und seine Bürger in den vergangenen Jahrzehnten erreicht haben.

Die Junge Union begrüßt daher ausdrücklich, dass die Menschen in Deutschland ihrem Nationalgefühl Ausdruck verleihen, insbesondere in Bezug auf die Unterstützung der deutschen Mannschaft bei der laufenden Europameisterschaft. Dazu gehört insbesondere die Verwendung unserer Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold.“

…und die „Villa am Paradies“ verdeutlicht, warum das scheiße ist:

via Katharina König

Meisterschaftliche Zustände

Welt- und Europameisterschaften bringen, hinter dem schönen Schein von Friede, Freude, Eierkuchen ziemlich eklige Dinge hervor – das ist nicht erst seit der WM im eigenen Lande bekannt. Wenn man jedoch in die Austragungsländer des nächsten großen internationalen Wettbewerbs schaut, so war die Welt damals tatsächlich „zu Gast bei Freunden“:

KIEW dpa | Mit Entsetzen haben internationale Beobachter auf brutale Angriffe auf Homosexuelle in Kiew und die erzwungene Absage der ersten „Gay Parade“ in der Ukraine reagiert. Das Co-Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft 2012 sei noch sehr weit von Europa entfernt, sagten Teilnehmer des Gay Forums in Kiew nach Angaben der Zeitung Kommersant vom Dienstag.
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„Wer schützt den Fußball vor seinen Fans?“

Es gab schon viele schlechte Sendungen zum Thema, aber die 5 „Experten“, die sich am Abend bei der ARD zusammensetzten und mit ihrem Halbwissen über sogenannte Fans glänzten, unterbieten jedes Niveau. Wüsste man es nicht besser, man könnte es für Satire halten. Wer die Sendung sehen möchte, klicke hier.

Einen Artikel zum Thema, der mir aus der Seele spricht, hat Kai Tippmann veröffentlicht.

PETAs Ranking der vegetarierfreundlichsten Fußballstadien

Die Irren der Tierrechtsorganisation PETA haben einmal mehr den Vogel abgeschossen (darf ich das so sagen?): Nicht erst seit dieser Saison zeichnen sie die „vegetarierfreundlichsten“ Fußballstadien der Bundesligen durch „Essenspunkte“ aus. Dabei lassen sich die Damen und Herren (und Tiere?) feinstens über den Tisch ziehen:

Auf Platz 4 landet der FC Erzgebirge Aue, der vegetarische und vegane Fans verwöhnt! Hier gibt es Tofuwurst, Gemüse, Suppen, Bratlinge, Tofuburger, Brötchen und Kuchen.

Zumindest im Fall von Aue ist die Antwort – bis auf die Brötchen – eine glatte Lüge. Bei den anderen kann ich es nicht mit Sicherheit sagen, aber auch dort ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Auswahl ein wenig geschönt wurde. Abgesehen davon, dass so eine Untersuchung ziemlicher Unfug ist, denn kaum ein Zuschauer wird seinen Stadionbesuch von der Vegetarierfreundlichkeit abhängig machen, hat sie keinerlei Bedeutung, wenn man jede Antwort einfach so glaubt. An Naivität kann wohl nur die GEZ mit PETA mithalten.

Wo die Welt noch in Ordnung ist

Unmut erregte nicht die Anhebung der Bierpreise [um 10 Cent, Anm. d. Redaktion] (da diese mit einem erhöhten Lieferpreis erklärbar sind), sondern die Art und Weise wie dieses kommuniziert wurde. Anstatt die Zuschauer auf die gestiegenen Lieferpreise hinzuweisen, wurde das Preisschild mit Kugelschreiber durchgestrichen und der neue Preis daneben geschrieben. Lediglich diese Art und Weise haben wir kritisiert. Ebenso anmerken wollen wir, das die Stadionuhr bereits seit mehreren Monaten nicht mehr funktionierte und man als selbsternannte Nummer 1 wenigstens den Anspruch haben sollte, das dies in einem so langem Zeitraum wieder Instand zusetzen ist.

Bereits im Januar haben wir bei der Vorstandssitzung den Wunsch, der ausdrücklich auch von anderen Fans geäußert wurde, beim Vorstand angebracht. Da viele Fans gern auch „Sport im Osten“ geschaut hätten, so wie es früher üblich war, haben wir diesen Gedanken an den Vorstand herangetragen. Das hierbei auch eine Mehreinnahme aufgrund der länger bleibenden Gäste erzielt worden wäre, sollte man auch nicht außer Acht lassen. Die Idee wurde damals vom Vorstand positiv aufgenommen und es wurde versichert, dass es zum ersten Heimspiel wieder möglich sein wird, in geselliger Runde die Zusammenfassung der höherklassigen regionalen Spiele anschauen zu können

via Ultras Gera

Kritik vs. Polemik

Eine lesenswerte Kritik am Artikel „Die Braunhemden vom Millerntor“ aus der Abschiedsausgabe der Bonjour Tristesse, veröffentlichte der Blog „monsters of the modern world“. Nachzulesen ist diese hier.

Fußball ist Fußball…?

Nach den Vorfällen um die Aachen Ultras haben sich auch die Beschuldigten zu den Vorwürfen zu Wort gemeldet.

Spannend ist neben dem üblichen antipolitischen Gerede folgender Absatz im Selbstverständnis der Karlsbande:

*Das Verbreiten von nationalsozialistischem oder kommunistischem Gedankengut führt zum Ausschluss aus der Gruppe, dies gilt sowohl am Spieltag, als auch in der Freizeit

*Personen die sich politisch aktiv einbringen (Gruppierungen, Demos usw.) dürfen nicht Mitglied der Gruppe werden, bzw. bei Zuwiderhandlung erfolgt der sofortige Ausschluss

*Das Tragen von politischer Kleidung ist in unserer Gruppe untersagt und führt beim Verstoß zum sofortigen Ausschluss

*Wir tolerieren ebenfalls nicht, dass politische Kleidung in unseren Bussen von anderen Mitreisenden getragen wird

*Wir dulden es nicht, dass Leute sich im Schutze unserer Gruppe aufhalten, die unsere geliebte Alemannia als Plattform für ihre politischen Ansichten nutzen

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Testspielplanung

Ein Testspiel gegen einen höherklassigen Gegner oder zumindest einen aus der gleichen Liga hat der FC Carl Zeiss in dieser Winterpause nicht geplant. Auch ein Trainingslager wird es nicht geben. Was wohl vor allem taktischen Überlegungen beziehungsweise den klammen Vereinskassen geschuldet ist, freut den gemeinen Fan nicht unbedingt. Zwei halbwegs interessante Gegner sollte es mit den Regionalligisten ZFC Meuselwitz und VFC Plauen dennoch geben. So weit, so gut. (mehr…)