Dortmund

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Weiss steht für Reinheit,…

… Rot für das Blut, das Kollektiv für Freundschaft, Ehre, Stolz und Mut

Die Symbolik dieser Jubiläums-Choreo von „Collettivo Bianco Rosso“ aus Cottbus ist kaum zu missverstehen, auch wenn man nicht so genau über deren Gesinnung und die Beziehungen zu den „NS-Boys“ Bescheid weiß.

Angriffe auf „Tatort Stadion 2″

Ich (der vermutlich als ‚weiß‘ und typisiert gelesene) verkneife mir jeden weiteren Kommentar und zitiere zwei Stellungnahmen:

Stellungnahme des Bündnisses „Siempre Antifascista“ Berlin, Organisator_in der Berliner Ausstellung Über die Ausstellung: Selbstdarstellung auf http://tatortstadion.blogsport.de/ueber … stadion-2/

2001 wurde die Ausstellung Tatort Stadion vom Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) entwickelt und seitdem an fast zweihundert Orten gezeigt. Die Ausstellung leistete Pionierarbeit, indem sie Diskriminierung beim Fußball thematisierte. Seitdem hat sich viel getan. Diskriminierung wird von vielen Vereinen und Fans mittlerweile als Problem wahrgenommen und angegangen. Dennoch werden in deutschen Stadien nach wie vor allwöchentlich AusländerInnen beschimpft, antisemitische und antiziganistische Gesänge angestimmt oder Homosexuelle verunglimpft. Frauen haben es im Männersport Fußball weiterhin schwer, akzeptiert zu werden. Die von BAFF komplett überarbeitete Ausstellung Tatort Stadion 2 will informieren – sowohl über alltägliche Diskriminierung und Aktivitäten von Neonazis als auch darüber, was Fans dagegen tun. Wie die Tafeln der Ausstellung aussehen, lässt sich hier betrachten. Neben solchen Schautafeln umfasst die Ausstellung – je nach den organisatorischen Bedingungen vor Ort – verschiedene Medien und Exponate.
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Wut im Kopf – Ansatzpunkte zu einer Theorie des Wutbürgertums


Als Wutbürger werden Leute bezeichnet, von denen man lange Zeit nicht bemerkte, dass sie unzufrieden seien, sie gehen einem Stereotyp nach üblicherweise nicht auf die Straße, um für oder gegen etwas zu demonstrieren. Sie sind im Großen und Ganzen unauffällig, gehen einem geregelten, eben bürgerlichen Leben nach, es geht ihnen wirtschaftlich nicht schlecht, sie sind oft mit durchschnittlichen bis gehobenen Bildungsnachweisen ausgestattet. Dennoch, und dies fiel besonders im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Bahnhofsneubau in Stuttgart 2010/2011auf, regen sich diese Leute anscheinend urplötzlich intensiv über Dinge auf, engagieren sich sichtbar und mit einem gewissen Wahrnehmungszwang in der Öffentlichkeit, behaupten staatsbürgerliche Rechte und Privilegien, beziehungsweise fordern diese “zurück” und legen dabei eine Tendenz zur Rabiatheit an den Tag, die man von ihnen nicht erwartet hätte.

Stumpfe Pöbelei

Manchmal muss man einfach nachtreten.

Feuer und Flamme

Dass man selbst auf Punkrock-Konzerten nicht mehr rauchen darf, ist bereits üblich geworden. Es kann nicht mehr lange dauern, bis es auch da nur noch Sitzplätze gibt und alkoholfreies Bier. Denn was für die einen Pogo ist und Spaß, ist für die anderen der Untergang des Abendlandes. Was, wenn man nur gepflegt den dargebotenen Kompositionen der Künstler lauschen möchte? Was, wenn Kinder zwischen so eine besoffene, tanzende Punkermeute geraten? Wie soll man denn da mit der ganzen Familie hingehen? Die Antwort auf diese Fragen ist einfach: Gar nicht, bleib zu Hause! Wer einen Sonntagsausflug mit Kind, Fiffi und Picknickkorb machen möchte, soll die frisch geputzten Räder aus dem Keller holen (Fahrradhelme nicht vergessen!) und ins Grüne fahren (nur nicht ins Umland, wo die Nazis sind!), den aufgeräumten Park bestaunen (aber nicht die befestigten Gehwege verlassen!), dort sein Schinkenbrot rausholen (wenn es Bio und ohne Zusatzstoffe ist!) und eine Limo trinken (aber Vorsicht vor den Wespen!). Kurz: Es ist das gute Recht der Menschen, sich eine möglichst sichere, geregelte und kontrollierte kleine heile Welt um sich herum zu wünschen, aber das Paradies solcher Leute ist meine Hölle. Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der jedes Risiko beseitigt, jede Gefahr gebannt ist, ohne Überraschung, ohne Erschütterung, kontrolliert und angeleint; die Welt ein großes Paderborn, eine sterile Adrian-Monk-Wohlfühloase. (mehr…)

Patriotismus – Nein, danke!

Die Junge Union bekennt sich zum Patriotismus…

Zur Aufkleber-Kampagne „Patriotismus – Nein, Danke!“ der Grünen Jugend erklären der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder MdB, und die stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union, Dorothee Bär MdB:

„Die Grüne Jugend gibt sich mit dem Vertrieb von Anti-Patriotismus-Stickern anlässlich der Fußball-EM wieder einmal der Lächerlichkeit preis. Die Jugendorganisation wettert mit dem Artikel, der eine durchgestrichene Deutschland-Fahne zeigt und mit dem Schriftzug „Patriotismus – Nein, Danke!“ betitelt ist, gegen eine öffentliche Bekundung von Nationalgefühl und Heimatliebe. Die deutsche Flagge ist ein Symbol der nationalen Identität und die Beflaggung von öffentlichen und privaten Räumen besonders zur Fußball-EM Ausdruck der Verbundenheit zu unserem Vaterland.

Wir als Junge Union setzen uns für einen aufgeklärten Patriotismus in Deutschland ein, den wir bewusst und ausdrücklich von nationalistischem Gedankengut abgrenzen. Es gibt vielerlei Gründe, stolz auf unser Vaterland zu sein. Deutschland erfährt aus aller Welt Bewunderung für seine Errungenschaften, sei es in der Wirtschaft, der Kultur, im sozialen oder politischen Bereich. Wir sind erfolgreiches Exportland, die deutsche Innovationskraft ist weltberühmt und unsere Nationalmannschaft ein Beispiel für gelungene Integration. Patriotismus ist daher auch ein Ausdruck der Wertschätzung dessen, was unser Land und seine Bürger in den vergangenen Jahrzehnten erreicht haben.

Die Junge Union begrüßt daher ausdrücklich, dass die Menschen in Deutschland ihrem Nationalgefühl Ausdruck verleihen, insbesondere in Bezug auf die Unterstützung der deutschen Mannschaft bei der laufenden Europameisterschaft. Dazu gehört insbesondere die Verwendung unserer Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold.“

…und die „Villa am Paradies“ verdeutlicht, warum das scheiße ist:

via Katharina König

„Besatzung schmeckt bitter“

Ob sich Albrecht Schröter durch seine Wiederwahl zum Oberbürgermeister Jenas in seinem zivilgesellschaftlichen Engagement bestärkt sieht oder glaubt, dass er nach der Entscheidung keine Stimmen mehr zu verlieren hat und somit sagen kann, was man in Deutschland nicht aussprechen dürfe, bleibt fraglich. Klar ist, dass er den Aufruf „Besatzung schmeckt bitter“ von Pax Christi unterzeichnete und sich dafür einige Kritik (oder wie er es nennt: Verunglimpfung) einbrachte. Heute meldete sich der OB per Pressemitteilung zu Wort und erklärt in Grass’scher Manier, er sei kein Antisemit:
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Meisterschaftliche Zustände

Welt- und Europameisterschaften bringen, hinter dem schönen Schein von Friede, Freude, Eierkuchen ziemlich eklige Dinge hervor – das ist nicht erst seit der WM im eigenen Lande bekannt. Wenn man jedoch in die Austragungsländer des nächsten großen internationalen Wettbewerbs schaut, so war die Welt damals tatsächlich „zu Gast bei Freunden“:

KIEW dpa | Mit Entsetzen haben internationale Beobachter auf brutale Angriffe auf Homosexuelle in Kiew und die erzwungene Absage der ersten „Gay Parade“ in der Ukraine reagiert. Das Co-Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft 2012 sei noch sehr weit von Europa entfernt, sagten Teilnehmer des Gay Forums in Kiew nach Angaben der Zeitung Kommersant vom Dienstag.
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„Wer schützt den Fußball vor seinen Fans?“

Es gab schon viele schlechte Sendungen zum Thema, aber die 5 „Experten“, die sich am Abend bei der ARD zusammensetzten und mit ihrem Halbwissen über sogenannte Fans glänzten, unterbieten jedes Niveau. Wüsste man es nicht besser, man könnte es für Satire halten. Wer die Sendung sehen möchte, klicke hier.

Einen Artikel zum Thema, der mir aus der Seele spricht, hat Kai Tippmann veröffentlicht.